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Sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigten,

Kultusministerin Frau Dr. Eisenmann informierte in einem Schreiben am 2. Juli die Schulen über das Projekt „Lernbrücke“. Aus dem Konzeptpapier des Ministeriums habe ich Ihnen die für das Gymnasium relevanten Abschnitte zusammengefasst.

„Lernbrücken“ – ein landesweites Lern- und Förderangebot in den Sommerferien

 

1. Vorbemerkung

Durch die Schulschließung seit dem 17. März 2020 war ein Großteil der Schülerinnen und Schüler auf das Lernen zu Hause angewiesen, […] nicht alle Schülerinnen und Schüler [konnten] gleich gut erreicht werden. […] Dies hat bei einigen, insbesondere bei leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern Nachholbedarf zur Folge. Um diesem Rechnung zu tragen und interessierten Schülerinnen und Schülern auch zusätzliche Lernangebote zu machen, wird das Lern- und Förderprogramm „Lernbrücken“ in den letzten beiden Wochen der Sommerferien an Vollzeitschularten angeboten. Den Schülerinnen und Schülern soll die Möglichkeit geboten werden, Unterrichtsstoff nachzuholen und somit besser vorbereitet und motiviert in das nächste Schuljahr zu starten.

 

2. Zielgruppe

Das Programm richtet sich schwerpunktmäßig an Schülerinnen und Schüler, […] die aufgrund der Schulschließungen seit Mitte März 2020 schwerer als andere erreicht werden konnten oder aus organisatorischen Gründen auch länger als andere Schülergruppen nur von zu Hause aus lernen konnten.

Die Teilnahme wird von den Klassenlehrerinnen bzw. Klassenlehrern in Abstimmung mit den Fachlehrkräften denjenigen Schülerinnen und Schülern empfohlen, die nach ihrer Einschätzung eine zusätzliche qualifizierte Förderung benötigen. Mögliche Auswahlkriterien sind:

  • Leistungsdefizite schon vor der Schulschließung (Notenbild),
  • schlechte bzw. keine Erreichbarkeit während der Schulschließung,
  • erkennbare Defizite im Fernlern- bzw. Präsenzunterricht,
  • erkennbare Gefahr des Wiederholens.

Die Empfehlung zur Teilnahme am Förderprogramm wird von der Klassenlehrerin bzw. dem Klassenlehrer den jeweiligen Schülerinnen und Schülern persönlich mitgeteilt.

Das Förderprogramm „Lernbrücken“ richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler, bei denen aus Sicht der Lehrkräfte Defizite in den Basiskompetenzen (Lesen, Schreiben und Rechnen) und bei den erforderlichen Lerninhalten bestehen, die grundlegende Voraussetzung für einen erfolgreichen Start im neuen Schuljahr sind.

3. Eckpunkte der Konzeption

Die Lern- und Förderangebote finden grundsätzlich in den letzten beiden Wochen der Sommerferien statt. […] Es kann auch an benachbarten Standorten bzw. gemeinsam für mehrere Schulen oder Schulstandorte angeboten werden.

Gruppenbildung:

[…] Die Gruppengröße liegt bei max. 16 Schülerinnen und Schülern […]. In Abhängigkeit zur Teilnehmerzahl können sowohl jahrgangsübergreifende Lerngruppen als auch Lerngruppen in Kooperation mit benachbarten Standorten schulartübergreifend eingerichtet werden. Die Förderkurse finden grundsätzlich in den Räumen der Schule statt. […]

Grundsätzlich soll bei der Einrichtung der Lerngruppen ein möglichst hohes Maß an Flexibilität gelten. Auch soll die Teilnahme von interessierten Schülerinnen und Schülern an den „Lernbrücken“ möglich sein, die nicht im engeren Sinne zur Zielgruppe des Förderangebots gehören.

Struktur der Lerneinheiten:

Die Struktur der modularen Lern- und Förderangebote entspricht den Gegebenheiten der jeweiligen Schulart und soll sich an der nachstehenden Übersicht orientieren: […]

Sekundarbereich I

(Haupt-und Werkrealschule, Gemeinschaftsschule, Realschule, Gymnasium)
Lernsequenzen von 3 x 60 Minuten pro Vormittag; inhaltlich gegliedert in die Förderbereiche Deutsch, Mathematik und „Schwerpunktförderung“ (z. B. schülerindividuelle Vertiefung oder ggf. Fremdsprache).

Lernsequenzen von 3 x 60 Minuten pro Vormittag; inhaltlich gegliedert in die Förderbereiche Deutsch, Mathematik und „Schwerpunktförderung“ (z. B. schülerindividuelle Vertiefung oder ggf. Fremdsprache).

 

Die Schulleitungen werden aufgefordert, bis zum 20. Juli die Anzahl sowie die erforderlichen Gruppen für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler zu melden.

In der nächsten Woche werden sich die Klassenlehrerteams in Abstimmung mit den Fachlehrkräften mit denjenigen Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern in Verbindung setzen, welchen eine Teilnahme empfohlen wird. Die Entscheidung zur verbindlichen Teilnahme treffen die Eltern und Erziehungsberechtigten.

Die Anmeldung ist über das Sekretariat vorzunehmen, ein Anmeldeformular kann dort abgeholt bzw. von der Homepage geladen werden (hier klicken).

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Endlich

(Schulleiter)

Stand: 07. Juli 2020